neulich im einkaufs

zentrum

neulich im einkaufszentrum


gegenstandsloses geschiebe
inhaltsleeres gewaber
sprachloses getue
scivias
unfertig, nie am ziel, immer am suchen,
unsicher ob der eigenen stimmigkeit,
angezogen und abgestoßen,
divers im konformen, 
auf dem weg zur glückseligkeit, 
an die niemand mehr glaubt,
kein anderer weg
angefressene sich bewegende verteilen
sich
zwischen bunten objekten in vorgegebenen bahnen
wo ist denn hier die werbung
im banne des adblockers
ist es noch genuss oder ist es schon elend
wir dürfen nicht nach disneyland
schafft der terror der ökonomie 
die ökonomie des terrors
wo ist denn hier die legendäre
millionizerbürste
und wie geht das mit den
multidimensionalen strähnchen
sie kaufen dieses bild! 
denn dieses bild 
verkauft sich von selbst!
titel 

neulich im einkaufszentrum,

120 x 120 cm,
digitaldruck hinter acrylglas auf alu dibond, auflage 5,
geringfügig kleinere oder größere formate lassen sich ebenfalls realisieren 
es war schon ausgeufert längst bevor es uns bewusst werden konnte dass es das tun wird. was sich als grandiose idee präsentierte war aus sich selbst heraus zum scheitern verurteilt.

albrecht rieger

ensemble wittgensteiner totentanz, der schneeball, der erzähler, 11. jahrtausend nach beginn der neolithischen revolution 

neulich im einkaufszentrum 

ist eine momentaufnahme der flut reizender  sensationen im angesicht sensationeller reizüberflutung
Neulich im Einkaufszentrum, Grafik von Albrecht Rieger
Albrecht Rieger: Dies ist kein Abbild. Bezieht sich auf den Essay von Foucault, Dies ist keine Pfeife
das copyright hat albrecht rieger, 2021
das webdesign ist von albrecht rieger
das konzept und die redaktion sowieso
der anfangdie bilder 1das große gorgoneiongorgoneion detailansichtdas labyrinthdas labyrinth detailansichtdas leistungstraumaleistungstrauma detailansichtder beifanggedankeneiereinkaufszentrum im einkaufszentrum detailansichtspiralkopf 1spiralköpfe 2friss dich vollfriss dich voll detailansichtkalis gesangim spiegel 1im spiegel 2glaube nichtglaube nicht detailansichtblaue zungenbrainburnerdie bilder 2die ausgeburtder zyklopzündet pyros in den bürosder schneeballder schneeball detailansichtfußgängerzonegeister schweine und tigergeister schweine und tiger detailansichtder spacko und seine ahnenultima omegaultima omega detailansichtinnere mumieinnere mumie detailansichtdie große angstminotaurus und theseusdie textelyrik tranche 1lyrik tranche 2die personadie anderender kontakt

dies ist sowieso keine pfeife


Niemand hat die Absicht etwas abzubilden. Zumal die Ab-Bildung im Sinne der Entfernung des Gemeinten verstanden werden muss, ähnlich wie Abwaschen. Wer also immer noch meint, er könne sich tatsächlich einen röhrenden Hirsch ins Zimmer hängen, der wird sich wundern, wie das Vieh dann zappelt und sich anstellt. Tierquälerei. Die Ab-Bildung ist dem Bilderkonsum gut. Bilderkonsum ist Bilderverbrauch. Verbrauchte Bilder waren nie welche, sondern Unbilder und belassen folglich ungebildet. Aber bebildert - bis zum Abwinken. Nicht zu verwechseln mit belesen. Oder doch?